In der Medizintechnik entscheidet ein Bild oft darüber, ob ein Produkt als hochwertig gilt. Viele Hersteller arbeiten mit Renderings, viele Praxen mit Material aus Bilddatenbanken. Beides fällt auf, und beides kostet Glaubwürdigkeit, weil Fachkreise den Unterschied sofort erkennen.
Ich fotografiere Medizintechnik, Kliniken, Labore und Praxen. Dazu gehört mehr als Licht und Kamera. Ich kenne die Hygienevorgaben, halte Abläufe ein und arbeite so, dass der Betrieb weiterläuft. So entstehen Aufnahmen, die fachlich stimmen und im Vertrieb, auf der Fachmesse und in der Patientenkommunikation tragen.
Instrumente, Geräte und Verbrauchsmaterial, freigestellt oder in der Anwendung. Sauber ausgeleuchtet, farbverbindlich und in Auflösungen, die für Katalog, Datenblatt und Onlineshop gleichzeitig reichen.
Das Gerät im Einsatz, bedient von Fachpersonal in realistischer Umgebung. Diese Bilder verkaufen, weil sie die Frage beantworten, wie sich ein Produkt im Alltag verhält. Genau daran scheitern Renderings.
Räume, Ausstattung und Team für Website, Einweiserinformation und Bewerbungsunterlagen. Ruhige Bildsprache statt Hochglanz, weil Patienten Verlässlichkeit suchen und nicht Werbung.
Der Fachkräftemangel trifft Medizin und Pflege besonders hart. Porträts und Teamaufnahmen, die zeigen, wie hier tatsächlich gearbeitet wird, wirken im Wettbewerb um Personal stärker als jede Stellenanzeige.
MELAG hat ein neues Gerät in den Markt eingeführt. Gebraucht wurden Produktaufnahmen für Datenblatt und Onlineshop sowie Bilder, die das Gerät in der Anwendung zeigen.
Der erste Tag gehörte dem Produkt und seinen Zubehörteilen. Am zweiten Tag entstanden die Anwendungsbilder mit Model im hauseigenen Showroom des Kunden. Der Raum ist knapp bemessen, für die gewünschten Perspektiven eigentlich zu knapp. Mit einigen Tricks am Set und einer von Anfang an mitgeplanten Postproduktion war das lösbar. Die Nachbearbeitung lief geteilt, ein Teil bei mir, ein Teil in der Grafikabteilung des Kunden.
Beide Bildstrecken lagen rechtzeitig zum Marktstart vor. Das Material deckt Produktkommunikation und Anwendung gleichzeitig ab, und das Gerät ist damit sauber in den Markt gestartet.
In Operationssälen, Reinräumen und Laboren gelten Vorgaben zu Kleidung, zur Desinfektion der Ausrüstung und zum Zutritt. Das wird vorher geklärt und in die Zeitplanung eingerechnet, nicht am Drehtag improvisiert.
Wo Patienten im Bild sind, braucht es schriftliche Einwilligungen. Oft ist es sinnvoller, mit Modellen zu arbeiten. Diese Entscheidung fällt vor der Produktion, nicht danach.
Medizinprodukte unterliegen Werbebeschränkungen, und Aufnahmen müssen den bestimmungsgemäßen Gebrauch zeigen. Wer das kennt, produziert kein Material, das später nicht verwendet werden darf.
Eine fokussierte Produktion liefert Material für Vertrieb, Fachmesse und Recruiting zugleich. Mit laufender Betreuung bleibt dieser Bestand auffindbar und aktuell, und die Investition amortisiert sich über jeden Kontaktpunkt.
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