Fahrzeugbörse, Website, Newsletter, Instagram. Bevor ein Interessent den Hof betritt, hat er das Fahrzeug dutzendfach als Bild gesehen. Ob er überhaupt kommt, entscheidet sich dort.
Im Automobilbereich liest ein Betrachter Bilder besonders genau. Ein falscher Standpunkt staucht die Proportionen, ein zu hoher Blickwinkel lässt das Fahrzeug kleiner wirken, und in jeder lackierten Fläche spiegelt sich die gesamte Umgebung. Wer Fahrzeuge kennt, sieht das sofort. Bei einem Gebrauchtwagen für 20.000 Euro fällt es auf. Bei einem Fahrzeug im sechsstelligen Bereich entscheidet es darüber, ob die Marke im Bild noch stimmt.
Die zweite Ebene fällt seltener auf und kostet mehr. Wer seine Bilder über Jahre bei wechselnden Dienstleistern einkauft, bekommt keine Bildwelt, sondern eine Sammlung. Verschiedene Lichtstimmungen, verschiedene Perspektiven, unterschiedliche Farbigkeit. Nebeneinander im Bestand verliert dadurch jedes einzelne Fahrzeug. Ich arbeite seit über 25 Jahren für Auftraggeber, deren Bilder nach der Produktion noch Jahre im Einsatz bleiben, darunter Volkswagen, Audi, Bentley und Aston Martin. Genau darum geht es auch hier.
Neuwagen, Gebrauchtwagen, Vorführer und Sonderfahrzeuge. Eine festgelegte Abfolge von Ansichten, Innenraum und Details, über den gesamten Bestand in derselben Anmutung. Damit die Fahrzeuge untereinander vergleichbar bleiben und keines allein durch besseres Licht gewinnt.
Wenn täglich Fahrzeuge kommen und gehen, ist ein externer Termin je Fahrzeug nicht wirtschaftlich. Dafür baue ich ein Aufnahmesystem aus Standort, Licht, Kameratechnik und Einweisung Ihrer Mitarbeiter. Danach entstehen die Bilder ohne mich, über Jahre in gleicher Qualität. So arbeitet unter anderem das Audi Zentrum Dresden mit seinen Gebrauchtwagen.
Der Ort verkauft mit. Architekturaufnahmen des Autohauses, Annahme, Werkstatt und Aufbereitung, bei Bedarf mit Luftbild. Bilder, die zeigen, wie der Kunde empfangen wird, bevor er das erste Mal kommt.
Verkauf, Serviceberatung, Werkstatt, Geschäftsleitung. Porträts und Situationen, die zeigen, mit wem der Kunde es zu tun bekommt. Im Fahrzeughandel entscheidet das Vertrauen in Personen mit über den Abschluss, und im Wettbewerb um Mechatroniker und Serviceberater entscheidet es über die Bewerbung.
Fertigung, Montage, Qualitätsprüfung, Bauteil und Baugruppe. Aus der Industriefotografie kommend arbeite ich in laufenden Fertigungen, unter Taktzeit und mit den Sicherheitsvorgaben des Werks. Für Zulieferer ist das die Grundlage jeder glaubwürdigen Kommunikation gegenüber den Herstellern.
Fahrzeugfilm, Modellvorstellung, Werkstattporträt, Fahrzeugübergabe, kurze Formate für die sozialen Kanäle. Bild und Film aus einer Produktion, damit die Anmutung über beide Medien trägt.
Eine schriftlich festgehaltene Linie zu Licht, Perspektive, Hintergrund, Farbigkeit und Format, abgestimmt auf die Vorgaben Ihrer Marke. Daran können sich auch künftige Dienstleister und Ihre eigenen Mitarbeiter halten. Oft ist das der Punkt mit dem größten Hebel und den geringsten Kosten.
In der Gläsernen Manufaktur in Dresden habe ich in laufender Fertigung für Volkswagen und Bentley gearbeitet. Montage, Qualitätsprüfung, Detail. Eine Umgebung, in der jede Fläche spiegelt, der Takt nicht angehalten wird und die Markenvorgaben bis in die Bildanmutung reichen.
Für das Audi Zentrum Dresden ging es um das Gegenteil einer einmaligen Produktion. Der Gebrauchtwagenbestand wechselt permanent, jedes Fahrzeug braucht Bilder, und niemand kann dafür auf einen Fototermin warten. Entstanden ist ein Aufnahmesystem, das die Mitarbeiter selbst bedienen. Gleiche Perspektiven, gleiches Licht, gleiches Ergebnis, Fahrzeug für Fahrzeug.
Beide Aufgaben sehen unterschiedlich aus und folgen derselben Logik. Erst die Frage, wofür die Bilder arbeiten sollen. Dann die Produktion.
Hersteller geben Bildwelten vor, bis hin zu Perspektive, Hintergrund und Farbraum. Vertragshändler bewegen sich innerhalb dieses Rahmens. Ich lese diese Vorgaben vor der Produktion und plane danach, statt sie am Aufnahmetag zu entdecken.
Eine Fahrzeugoberfläche ist ein Spiegel. Sie zeigt Hallendecken, Fenster, Zaunfelder und den Fotografen. Gute Fahrzeugaufnahmen entstehen deshalb nicht durch mehr Licht, sondern durch die Kontrolle dessen, was sich spiegelt. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen einer Aufnahme und einem Schnappschuss auf dem Hof.
Kennzeichen, erkennbare Kunden und fremde Fahrzeuge im Hintergrund werden vor der Veröffentlichung geklärt oder in der Postproduktion entfernt. Bei Vorserien- und Sonderfahrzeugen kommen Sperrfristen des Herstellers dazu. Das wird vorher geregelt, damit später kein Material entsteht, das niemand verwenden darf.
Werkstatt, Annahme und Verkauf halten für eine Produktion nicht an. Abläufe, Fahrwege und Sicherheitsvorgaben werden vorher abgestimmt, Technik wird gesichert, Wege bleiben frei. Ich bin es aus der Industrie gewohnt, mich in einen laufenden Betrieb einzufügen.
Ein einzelnes gutes Fahrzeugbild ist schnell gemacht. Der Wert entsteht, wenn das zweihundertste Fahrzeug genauso aussieht wie das erste. Deshalb steht am Anfang die Festlegung, nicht die Aufnahme.
Eine gut geplante Produktion liefert Material für Fahrzeugbörse, Website, Presse, Recruiting und Herstellerkommunikation zugleich. Mit einer festgelegten Bildlinie bleibt dieser Bestand über Modelljahre hinweg konsistent, und jede weitere Produktion baut darauf auf, statt neu anzufangen.
In einem kurzen Gespräch klären wir, ob Ihnen eine Produktion, ein eigenes Aufnahmesystem oder zuerst eine Bildlinie den größten Nutzen bringt.Unverbindlich, 30 Minuten, kostenlos.
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